Mit Hilfe der Palliativpflege möchten wir Lebensqualität am Ende des Lebens sicherstellen und Patienten begleiten. Unser Ziel ist es Schmerzen zu lindern und Ängste zu minimieren. Durch angemessene Schmerzversorgung und Palliativmedizin ermöglichen wir chronisch schwerkranken und sterbenden Menschen ein würdevolles Leben mit mehr Lebensqualität. Wir bieten eine Alternative zu Krankenhäusern und Pflegeheimen, damit auch alte und kranke Menschen ihre letzten Tage in vertrauter und heimlicher Umgebung verbringen können. Dort betreuen wir sie umfassend und begleiten sie in den letzten Wochen ihres Lebens.

Palliativpflege:

Schmerzen zu lindern, Angst zu nehmen und ein würdevolles Leben zu ermöglichen – das sind die Aufgaben der Palliativpflege. Palliativpflege kann Symptome nicht mehr heilen, aber lindern. Das unterscheidet die palliative von der curativen, also heilenden, Therapie. Das lateinische Wort „pallium“ steht für “Mantel“, also „Schutz“ im übertragenen Sinne. Ebenso wie todkranke Patienten können auch Patienten mit degenerativen Krankheiten und einer hohen Schmerzsymptomatik von palliativer Pflege profitieren.

Was kostet die Palliativpflege?

Kosten für Palliativpflege, Hospiz- und Palliativversorgung zu Hause

Die Kosten für folgende Leistungen trägt die Krankenkasse (SGB V):

  • Palliativmedizinische Versorgung durch Hausärzte, niedergelassene Schmerztherapeuten oder Palliativmediziner
  • Häusliche palliative Krankenpflege
  • Ärztlich verordnete Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV), mindestens für sieben Tage, nach Beantragung für die Länge des erforderlichen Zeitraums

Liegt außerdem eine Pflegebedürftigkeit nach Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) vor, kommen Leistungen der Pflegekassen für die ambulante Palliativpflege hinzu.

 

Kosten für Palliativpflege, Hospiz- und Palliativversorgung im Krankenhaus

Die Kosten für folgende Leistungen trägt die Krankenkasse (SGB V):

  • Palliativmedizinische Versorgung durch Hausärzte, niedergelassene Schmerztherapeuten oder Palliativmediziner.
  • Ärztlich verordnete Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV), mindestens für sieben Tage, nach Beantragung jedoch für die Länge des erforderlichen Zeitraums.

Die Kosten für den Aufenthalt in einer Palliativstation im Krankenhaus übernimmt die Krankenkasse (SGB V). Beratung, Unterstützungsangebote und ehrenamtliche Begleitung der betroffenen Patienten und ihrer Familien durch ambulante Hospizdienste sind kostenlos.

Grafik zu PalliativCare und Hospizbewegung

So entstanden PalliativCare & Hospizbewegung

Die spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin sind noch recht junge Spezialgebiete der Medizin: Erst seit 2004 legt ein sog. Expertenstandard in Deutschland Richtlinien für das Schmerzmanagement in der Krankenpflege fest. Die Sozialarbeiterin, Krankenschwester und spätere Ärztin Cicely Saunders gründete in den 1960er Jahren das erste „Hospiz“ in Großbritannien und bald darauf den ersten palliativen Hausbetreuungsdienst („Palliative Care“). Sie wollte nicht länger hinnehmen, dass schwerstkranke Menschen in den Kliniken unter unmenschlichen Bedingungen starben, weil niemand die Schmerzen linderte und keiner die Sterbenden psychosozial begleitete. Das ganzheitliche Versorgungskonzept profitiert bis heute ganz besonders vom Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer.